Immer diese

Immer diese "Schnorrer"

Wussten Sie, dass man in Buchen an Faschenacht “schnorren” ging?

Gabenheisch-Bräuche an Faschenacht gab es auch in der Geschichte der Stadt Buchen. Der Begriff “schnorren” verleitet in diesem Fall jedoch zu falschen Assoziationen. Gemeint ist hier eben nicht das Erbitten von Kleinigkeiten wie Zigaretten und Geld, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Das Wort leitet sich vom ursprünglichen  “Schnurren” ab, das eine Art Geräusch oder Klang durch Menschen, Tiere oder Musikinstrumente bezeichnet. Das “Schnorren” ist ein Bestandteil der ursprünglichen Buchener Faschenacht, bei dem der maskierte “Schnorrer” durch Verstellen der Stimme ihm bekannte Gäste in Wirtshäuser mit Witz und Situationskomik unterhielt. Spätestens um die Jahrtausendwende ist jedoch die Tradition des “Schnorrens” in Buchen weitestgehend ausgestorben.

Quelle: Faschenacht in Buchen

(Un)nützes Wissen

Wussten Sie, dass in Hettigenbeuern im Wald Särge aus Stein liegen?

Insgesamt haben sich drei Zeugnisse mittelalterlicher Steinmetzkunst im näheren Umkreis von Hettigenbeuern erhalten. Die am Hang liegenden Sandsteinblöcke dienten im Mittelalter Steinmetzen als Rohstoff für die Herstellung von Säulen, Mühlsteinen und Fensterstürzen, aber auch für Steinsärge. Die im Wald bei Hettigenbeuern bearbeiteten Steinsärge wurden dann über den Main in große Städte wie zum Beispiel Frankfurt, Mainz oder Köln transportiert. Särge aus Stein waren kirchlichen und weltlichen Würdenträgern vorbehalten. Immer wieder kam es vor, dass bei der Bearbeitung der Sandstein-Rohling brach, die Bearbeitung gestoppt und der unfertige Steinsarg aufgegeben werden musste.

Quelle: HVV Hettigenbeuern [Hrsg.]: 700 Jahre Hettigenbeuern, Buchen 2006

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