(Un)nützes Wissen - Buchen feiert!

(Un)nützes Wissen

Sie wollen sich ein wenig mit Ihrem profunden Wissen über Buchen brüsten?

Kein Problem. Wir veröffentlichen hier jede Woche dienstags um 10 Uhr ein neues Häppchen mit (un)nützem Wissen rund um Buchen. 2023 widmen wir uns im Wesentlichen der Kernstadt. Die Wochen 2024 bis Ende Juli füllen wir mit Interessantem rund um unsere Stadtteile.

Jede Woche mehr (un)nützes Wissen rund um Buchen entdecken – einfach jede Woche wieder vorbeischauen!

Unsere bisherigen Portionen mit (un)nützem Wissen:

Steinsärge

Wussten Sie, dass in Hettigenbeuern im Wald Särge aus Stein liegen?

Insgesamt haben sich drei Zeugnisse mittelalterlicher Steinmetzkunst im näheren Umkreis von Hettigenbeuern erhalten. Die am Hang liegenden Sandsteinblöcke dienten im Mittelalter Steinmetzen als Rohstoff für die Herstellung von Säulen, Mühlsteinen und Fensterstürzen, aber auch für Steinsärge. Die im Wald bei Hettigenbeuern bearbeiteten Steinsärge wurden dann über den Main in große Städte wie zum Beispiel Frankfurt, Mainz oder Köln transportiert. Särge aus Stein waren kirchlichen und weltlichen Würdenträgern vorbehalten. Immer wieder kam es vor, dass bei der Bearbeitung der Sandstein-Rohling brach, die Bearbeitung gestoppt und der unfertige Steinsarg aufgegeben werden musste.

Quelle: HVV Hettigenbeuern [Hrsg.]: 700 Jahre Hettigenbeuern, Buchen 2006

Lichtkünstler

Wussten Sie, dass es in Bödigheim bereits ab dem Jahr 1868 einen professionellen Fotografen gab?

Der Kunstschreiner Martin Hofert (1831-1893) bot ab 1868 – also lange vor dem Buchener Karl Weiß – in Bödigheim seine Dienste als Fotograf an, die er in der badischen Residenzstadt Karlsruhe erlernt hatte. Da die Geschäfte lukrativ waren, baute Hofert 1874 sogar ein fotografisches Atelier, um unabhängig von Tageslicht und Wetter Aufnahmen erstellen zu können. In den 1880er Jahren war Hofert auch Bürgermeister von Bödigheim.

Quelle: Heimatbuch 1000 Jahre Bödigheim

Gedenkstein im "Auchet"

Wussten Sie, dass es in Oberneudorf einen Prinzenstein gibt?

Im waldreichen Oberneudorf – die heutige Waldfläche von 346 Hektar beträgt mehr als drei Fünftel der Gesamtgemarkung – spielte die Jagd seit jeher eine wichtige Rolle. 1884 ersteigerte Forstmeister Mangler aus Buchen die Jagd zum Preis von 160 Mark für Prinz Wilhelm von Baden. Dieser schoss am 7. Mai 1895 in Oberneudorf seinen letzten Auerhahn. Zur Erinnerung an diese Besonderheit wurde der sogenannte “Prinzenstein” als Gedenkstein im Waldgebiet “Auchet” aufgestellt.

Quelle: Heimatbuch 50 Jahre Neue Stadt Buchen

Maurergeschäft Einbach

Wussten Sie, dass Einbach einmal zu den fünf einkommensstärksten Gemeinden des Landkreises gehörte?

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann das Baugewerbe in Einbach immer mehr an Bedeutung. 1953 hatten sich drei als Einzelbetriebe arbeitende Maurer aus der Einbacher Familie Henn zur Arbeitsgemeinschaft “Henn – Maurergeschäft Einbach” zusammengeschlossen. Dieses wandelte sich 1961 zum rasch wachsenden “Bauunternehmen E. + E. Henn”. Dank der Gewerbesteuereinnahmen lag das Realsteuereinkommen 1963 – umgerechnet auf die Zahl der Einwohner – so hoch, dass Einbach zu den fünf einkommensstärksten Gemeinden des Landkreises Buchen gehörte.

Quelle: Heimatbuch 50 Jahre Neue Stadt Buchen

Bauernvater

Wussten Sie, dass es in Unterneudorf ein landwirtschaftliches Mustergut gab?

Am 17. September 1845 kauften Johann Metzger, Gartendirektor in Heidelberg und in Landwirtschaftskreisen hoch geschätzter Fachmann, und der Ministerialrat Dr. Vollrath Vogelmann gemeinsam zwei Hofanwesen in Unterneudorf. Ziel des Betriebes war es, neue landwirtschaftliche Arbeits- und Anbaumethoden auf dem kargen Sandsteinboden im Odenwald zu entwickeln. Auch ein Hopfengarten wurde angelegt. Durch viele Fortschritte galt der Betrieb schnell als Mustergut und Metzger erhielt im Odenwald den Beinamen „Bauernvater“. Durch den Tod von Metzger fand das Projekt aber bereits 1852 ein frühes Ende.

Quelle: Heimatbuch 600 Jahre Unterneudorf

Schriftstellerin im Schloss

Wussten Sie, dass in Eberstadt eine berühmte Schriftstellerin lebte?

Juliana von Stockhausen, die durch ihre Mutter verwandtschaftliche Beziehungen zur Eberstadter Linie der Rüdt von Collenberg hatte, wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag wurde mit „Das große Leuchten“ ihr erster Roman veröffentlicht. Dem Erstlingswerk folgten viele weitere Bücher, in denen sie historische Ereignisse gekonnt mit Protagonisten aus ihrer reichhaltigen Phantasie verband. Einen Teil ihres Werks verfasste Juliana von Stockhausen auf dem Eberstadter Schloss, das lange Jahre der Wohnsitz der Schriftstellerin war. Juliana von Stockhausen war nicht nur eine sehr talentierte, sondern auch eine überaus fleißige Schriftstellerin. Nach der Deutschen Nationalbibliothek hat sie ganze 45 Bücher geschrieben und veröffentlicht.

Quelle: Gehrig - Mutige Frauen ihrer Zeit

Waldhausen evangelisch?

Wussten Sie, dass Waldhausen beinahe evangelisch geworden wäre?

1559 erhielt Albrecht von Rosenberg als Vormund für die unmündigen Söhne der eigentlichen Ortsherrschaft Zugriff auf das Dorf Waldhausen. Ebenso wie in Bödigheim und Waldhausen versuchte Albrecht von Rosenberg auch in Waldhausen die Reformation einzuführen. Für einige Jahrzehnte gab es gar einen evangelischen Pfarrer, jedoch gelang es der katholischen Kirche, das Dorf wieder zu rekatholisieren. Die Ortsherrschaft unternahm im Anschluss keinen weiteren Versuch mehr, das evangelische Bekenntnis in Waldhausen zu wahren.

Quelle: Wartturm 2024 Nr. 1

Bodenseewasser und Quellwasser

Wussten Sie, dass es in Götzingen einmal eine Bürgerinitiative gegen die Versorgung mit Bodenseewasser gab?

Da die Nächstquelle, die für die Trinkwasserversorgung der Kernstadt, Götzingen und Hettingen diente, immer wieder anfällig für Verschmutzungen und Verunreinigung war, beschloss der Buchener Gemeinderat 1994 endgültig die Vollversorgung mit Bodenseewasser. Gegen diesen Beschluss formierte sich die Bürgerinitiative “Schützt unser Wasser” mit dem Ziel der Beibehaltung und Sicherung der Nächstquelle als eigene Wasserversorgung. Der Gemeinderat lehnte 1995 das Bürgerbegehren mit großer Mehrheit aus formellen und materiellen Gründen ab. 1997 wurden die Kernstadt, Hettingen und Götzingen schließlich an das Bodenseewassernetz angeschlossen.

Quelle: Heimatbuch “50 Jahre Neue Stadt Buchen”

Mit der Kraft des Windes

Wussten Sie, dass in Hettingen die ersten Windräder auf Buchener Gemarkung errichtet wurden?

Bereits Mitte der 1990er Jahren gab es Bestrebungen auf dem 450 Meter hohen Eulsberg bei Hettingen zwei Windkraftanlagen zu errichten. Das Vorhaben schlug zunächst fehl und erst einige Jahre später konnten an diesem Standort zwei Windenergieanlagen mit jeweils 1.500 Kilowatt Nennleistung, einer Nabenhöhe von 85 Meter und einem Rotordurchmesser von 77 Meter errichtet werden.

Quelle: Heimatbuch “50 Jahre Neue Stadt Buchen”

Wallfahrtsweg nach Walldürn

Wussten Sie, dass es in Hettingen einen Kreuzweg gibt?

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Heimatvereins Hettingen konnte am 18. Juni 1978 der Hettinger Kreuzweg eingeweiht werden. Der Kreuzweg mit seinen 14 Stationenen läuft entlang des alten Wallfahrtsweg nach Walldürn zwischen Hohlwegkapelle und der Waldkapelle “Schönster Jesus auf der Wiese”. Die künstlerische Gestaltung der Stationen wurde durch die Firma Bernhard übernommen, die mit Muschelkalksteinen individuelle Reliefs gestaltete.

Quelle: Webseite Heimatverein Hettingen; Bildstockdokumentation Zemelka

(Un)nützes Wissen

Wussten Sie, dass in Hettigenbeuern im Wald Särge aus Stein liegen?

Insgesamt haben sich drei Zeugnisse mittelalterlicher Steinmetzkunst im näheren Umkreis von Hettigenbeuern erhalten. Die am Hang liegenden Sandsteinblöcke dienten im Mittelalter Steinmetzen als Rohstoff für die Herstellung von Säulen, Mühlsteinen und Fensterstürzen, aber auch für Steinsärge. Die im Wald bei Hettigenbeuern bearbeiteten Steinsärge wurden dann über den Main in große Städte wie zum Beispiel Frankfurt, Mainz oder Köln transportiert. Särge aus Stein waren kirchlichen und weltlichen Würdenträgern vorbehalten. Immer wieder kam es vor, dass bei der Bearbeitung der Sandstein-Rohling brach, die Bearbeitung gestoppt und der unfertige Steinsarg aufgegeben werden musste.

Quelle: HVV Hettigenbeuern [Hrsg.]: 700 Jahre Hettigenbeuern, Buchen 2006

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