(Un)nützes Wissen - Buchen feiert!

(Un)nützes Wissen

Sie wollen sich ein wenig mit Ihrem profunden Wissen über Buchen brüsten?

Kein Problem. Wir veröffentlichen hier jede Woche dienstags um 10 Uhr ein neues Häppchen mit (un)nützem Wissen rund um Buchen. 2023 widmen wir uns im Wesentlichen der Kernstadt. Die 52 Wochen 2024 füllen wir mit Interessantem rund um unsere Stadtteile.

Jede Woche mehr (un)nützes Wissen rund um Buchen entdecken – einfach jede Woche wieder vorbeischauen!

Unsere bisherigen Portionen mit (un)nützem Wissen:

Notgeld

Wussten Sie, dass in Buchen einmal Notgeld gedruckt wurde?

Anfang der 1920er Jahre brach in Deutschland eine der radikalsten Geldentwertungen aus, die in der Hyperinflation des Jahres 1923 mündete. Auch die Buchener Bevölkerung hatte mit den immer wieder steigenden Preisen für Lebensmittel und Waren zu kämpfen. Einige bekannte Buchener Künstler wie Wilhelm Guntermann, Karl Tschamber und Ludwig Schwerin nahmen die finanzielle Misere zum Anlass, eigene Notgeldentwürfe zu gestalten. Neben den Notgeldscheinen fertigte Schwerin zudem einen Zehn-Pfennig Notgroschen.

Quelle: Der Wartturm

Neugründung

Wussten Sie, dass Buchen am 1. Oktober 1974 neu gegründet wurde?

Die Kommunalreform verlief in Buchen in mehreren Schritten. Zunächst wurden einige Gemeinden wie Unterneudorf und Bödigheim freiwillig eingemeindet. Die Neue Stadt Buchen konnte aber erst mit einer Fusion vor allem mit Hainstadt und Hettingen gebildet werden, was einer Neugründung gleichkam. Bis Anfang 1975 kamen weitere Stadtteile zur Neuen Stadt Buchen hinzu, wodurch die Stadt auf insgesamt 14 Stadtteile anwuchs.

Quelle: Josef Frank - Kreis- und Gemeindereform

Neidische Blicke

Wussten Sie, dass man bei einem Spaziergang durch die Buchener Altstadt neidische Blicke auf sich zieht?

Im Mittelalter war es üblich, fratzenhafte Neid- und Spottfiguren an Häusern und Toren anzubringen, um sich damit vor Unheil wie Krankheiten, Seuchen, Unwetter und Missernten sowie vor Feinden zu schützen. In Buchen begegnet man noch heute mehreren solcher Neidbilder, wie in Form von Neidbalken in der Kellereistraße oder als Verzierung am Alten Rathaus. Auch der berühmte Buchener Blecker hatte ursprünglich wohl den Zweck einer Neidfigur.

Quelle: Stadtarchiv Buchen

Teure Tageszeitung

Wussten Sie, dass eine Ausgabe einer Buchener Tageszeitung einmal Milliarden gekostet hat?

Auch die Buchener Bevölkerung leidete Anfang der 1920er Jahren unter einer der radikalsten Geldentwertungen der Geschichte, die in der Hyperinflation 1923 gipfelte. Neben Lebensmitteln und Waren stieg auch der Preis des Buchener Volksblattes kontinuierlich an. Lag der Preis Anfang September 1923 bereits bei 250.000 Mark, erreichte er Mitte November des gleichen Jahres mit 40 Milliarden Mark den Höchststand.

Quelle: Stadtarchiv Buchen

Der Buchener "Bleckermarkt"

Wussten Sie, dass es in Buchen einen "Bleckermarkt" gab?

Da man die Buchener Schützen irrtümlich für eine militärische Organisation hielt, wurden 1945 die Schützenhalle und das Vermögen der Schützen beschlagnahmt. Dadurch konnte zunächst kein Schützenmarkt veranstaltet werden. Erst 1946 fand wieder ein Markt statt, aber unter der vorgegebenen Bezeichnung "Bleckermarkt". Ab den 1950er Jahren durfte die Buchener Bevölkerung wieder ihren Schützenmarkt feiern, nun als einwöchiges Volksfest mit vielen Begleitveranstaltungen.

Quelle: Buch 1250 Jahre Buchen

Ältestes Gebäude über 1200 Jahre alt

Wussten Sie, dass das älteste Gebäude in Buchen über 1200 Jahre alt ist?

Da Hainstadt für einen Mühlenbetrieb kein geeignetes Gewässer hatte, wurde für die Hainstadter Bevölkerung im Morretal eine Mühle errichtet. Die Hainstadter Mühle wurde erstmals 777 im Urkundenbuch des Klosters Lorsch genannt und stellt damit das älteste Gebäude Buchens dar. Die Mühle hatte eine wechselvolle Geschichte und beherbergte zuletzt eine Kettenfabrik, die aber 1960 den Betrieb einstellen musste

Quelle: Buch 1250 Jahre Buchen

Der Aero-Club Buchen

Wussten Sie, dass es in Buchen bereits einen Flugsportclub gab, als in Walldürn noch niemand an Segelfliegen dachte?

Im Februar 1951 gründete eine Reihe junger, segelflugsportbegeisterter Leute den Aero-Club Buchen. 1952 gelang es dem jungen Verein mittels Spenden ein eigenes Segelflugzeug zu erwerben. Als Flugplatz diente zunächst ein Wiesengelände im Gewann Kemmbergen, später dann auch eine Fläche in der Hainsterbach. An Pfingsten 1958 zerstörte jedoch eine Sturmböe den Buchener Schulgleiter erheblich, woraufhin das
Vereinsleben zum Erliegen kam.
 
Quelle: Stadtarchiv Buchen

"Neidische" Blicke ernten

Wussten Sie, dass man “neidische” Blicke erntet, wenn man durch die Buchener Altstadt schlendert?

Im Mittelalter aber auch in den Jahrhunderten danach versuchten sich die Menschen durch Anbringung von hölzernen oder steinernen Abwehrbilder bspw. in Giebelfelder oder an Eckpfosten der Fachwerkhäuser gegen Unglück im Haus zu schützen. In Buchen sind solche unheilabwehrenden Sinnbilder oder Neidköpfe unter anderem in der Kellerei- und Hochstadtstraße erhalten geblieben. Am Alten Rathaus finden sich zudem mehrere Steinplastiken, die im Volksmund Maulaffen genannt werden. Die bekannteste und wohl auch älteste Neidfigur in Buchen ist der Blecker.

Quelle: Stadtarchiv Buchen

Künstlicher Hollersee

Wussten Sie, dass der Hollersee künstlich ist?

Anfang der 1970er Jahre überlegte die Stadt Buchen einen kleinen Stausee anzulegen, um den Fremdenverkehr in und um Buchen zu fördern. 1971 wurde deshalb ein eigenes Gutachten von Fachleuten erstellt. Als geeignetes Gelände wurde der Bereich des Hollerbach Tales oberhalb des Waldschwimmbads identifiziert. Mitte der 1970er Jahre wurde mit dem Bau des Dammes und der Anlage des Sees begonnen. Später wurden Fische in den See eingesetzt. Heute kümmert sich der Angelverein 1991 Buchen um den See.

Quelle: Website Walderlebnispfad Buchen

Große Puppenfabrik in Buchen

Wussten Sie, dass es in Buchen früher eine größere Puppenfabrik gab?

Friseurmeister Georg Gschwendt, der in Buchen ein Damen- und Herrenfriseurgeschäft betrieb, mietete 1946 Räumlichkeiten in der ehemaligen Fertig`schen Fabrik (heute städtisches Bauamt) an und produzierte dort serienmäßig Stoffpuppen. Das Herstellungsverfahren war seine eigene Erfindung. 1948 stellte die Puppenfabrik Odenwald täglich 80 bis 100 Puppen her und beschäftigte etwa 50 Personen. Dennoch bestand die Puppenfabrik nur wenige Jahre und die Produktion wurde 1949 eingestellt.

Quelle: Wartturm 2023 Nr. 2

(Un)nützes Wissen

Wussten Sie, dass es in Hettingen einen Kreuzweg gibt?

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Heimatvereins Hettingen konnte am 18. Juni 1978 der Hettinger Kreuzweg eingeweiht werden. Der Kreuzweg mit seinen 14 Stationenen läuft entlang des alten Wallfahrtsweg nach Walldürn zwischen Hohlwegkapelle und der Waldkapelle “Schönster Jesus auf der Wiese”. Die künstlerische Gestaltung der Stationen wurde durch die Firma Bernhard übernommen, die mit Muschelkalksteinen individuelle Reliefs gestaltete.

Quelle: Webseite Heimatverein Hettingen; Bildstockdokumentation Zemelka

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